21. bundesweiter DLH-Patienten-Kongress in Düsseldorf

21. bundesweiter DLH-Patienten-Kongress in Düsseldorf

Auf dem DLH-Patienten-Kongress am 09. und 10.06.2018 im Hilton Hotel in Düsseldorfgab es wieder für zahlreiche Krankheiten Vorträge, in denen die Referenten den Teilnehmern für ihre Fragen zur Verfügung standen. Auch der bewährte Austausch der Betroffenen untereinander im Anschluss fand reges Interesse. Darüber hinaus bot der Kongress diverse krankheitsübergreifende Themen, die für jeden Betroffenen von Interesse waren

So erläuterte Prof. Dr. Bernhard Wörmann von der Charité in Berlin in seiner kleinen Laborkunde die in der Hämatologie wichtigen Werte und Begriffe wie die verschiedenen Gruppen der Blutkörperchen und der klinischen Chemie. Er wies eindringlich darauf hin, dass ein Blutbild immer nur eine Momentaufnahme ist und ein Patient sich von Veränderungen nicht gleich beunruhigen lassen sollte. Erst wenn sich ein möglicher Trend in mehreren Blutbildern und gegebenenfalls durch weitere Diagnostik bestätigt, ist ein Handeln erforderlich. Für die Erläuterung der medizinischen Begriffe sei an dieser Stelle auch auf das „Kleine Wörterbuch“ der DLH hingewiesen, das von der Seite www.leukaemie-hilfe.de heruntergeladen oder in der DLH-Geschäftsstelle bestellt werden kann, Telefon 0228 3388 9200.

Timo Niels von der Deutschen Sporthochschule in Köln wies auf die Wichtigkeit von Bewegung in jedem Stadium einer Erkrankung hin, sofern nicht medizinische Gründe dagegensprechen. Ziel sind dabei stets Erhalt und Aufbau der Muskelmasse. Nach Möglichkeit sollte sich ein Patient pro Woche 150 Minuten moderat bewegen, also Rad fahren, schnell walken oder „laufen, ohne zu schnaufen“. Hat ein Patient mehr Kraft, sind auch 75 Minuten anstrengender Aktivität möglich. Bewegung allein ist jedoch nie eine Alternative zur schulmedizinischen Therapie, sondern nur eine Ergänzung, die allerdings Nebenwirkungen beziehungsweise Spätfolgen wie zum Beispiel eine Fatigue positiv beeinflussen kann.

Die Teilnehmer hörten den Referenten im Vortragssaal aufmerksam zu.

 

Am Samstagabend gab es bei ausgezeichneter Verpflegung ein gemütliches Beisammensein. Für Unterhaltung sorgte der Künstler André Hartmann, der bereits auf dem Patienten-Kongress in Bonn die Zuhörer begeisterte.